Dienstag, 24. Juli 2007

Bangkok or Bust!!!

Eigentlich hätte ich gerne "one night in bangkok" als Überschrift genommen, aber das erschien mir zu ausgelutscht. Der aktuelle Titel trifft es aber auch: in Bangkok muss man gewesen sein. Klar ist dort chaotisch, schwül und wenn Ihr in den Flieger steigt, werdet Ihr mit hoher Wahrscheinlichkeit zu den 95% der Männer gezählt, die Ihre neue Ehefrau abholen wollen (Gibt es die bei Selbstabholung eigentlich billiger? Und was ist wenn man sie selber zusammenbaut?). Trotz allem: Bangkok ist eine Reise wert!

Nachdem ich total übernächtigt aus dem, verzeiht den Ausdruck, Bumsbomber gestiegen war und Pass- und Gepäckkontrolle hinter mich gebracht hatte, prallte ich beim Verlassen des Flughafengebäudes gegen eine massive Wand aus Bangkoker Luft: heiß, feucht (Luftfeuchtigkeit etwa 60%) und soviel Feinstaub, dass ich trotz Sonnenschein keine Sonnenbrille brauchte.
Mein Taxifahrer, Mr. Amnual, brachte mich in die Khaosan Road, wo ich mein Hostel gebucht hatte. Da ich kein Thai und er weder Deutsch noch Englich sprach, beschränkte sich unsere Konversation beschränkte sich auf "Sun is shining!" und "Heavy!" (mein Rucksack). Wirklich bemerkenswert an Mr. Amnual war die buddhagleiche Ruhe, mit der er uns durch den choatischen Bangkoker Verkehr steuerte. Sogar zum Sonnenbrille aufziehen nahm er sich zwei Minuten...

Die Khaosan Road ist weniger eine Straße als mehr ein Gewirr aus Gassen. Früher ein Geheimtipp der Backpackersgemeinde ist es heute das Mallorca der europäischen Lowbudget-Touristen, wo an jeder Ecke Schund verkauft wird. Ein bisschen so wie jede europäische Einkaufsstrassen nur mit mehr Dreadlocks und Leuten in "Surf Thailand"-T-Shirts (Obwohl sie echt nicht nach Surfern aussahen).

Leider wusste mein Fahrer nicht genau, wo das Hostel war, so dass noch eine halbe Stunde durch die Gegend laufen musste, bevor ich mich ins Bett legen konnte. Kurz vor dem Einschlafen wunderte ich mich noch, wo denn die Dusche sei und suchte auf dem Evakuierungsplan an der Zimmertür nach einer Gemeinschaftdusche - keine da. Bei der genaueren Inspektion meines Badezimmers bemerkte ich den Duschschlauch direkt hinter der Tür. Das ganze Zimmer war die Dusche!

Nach meinem wohlverdienten Nickerchen war es bereits 17:00, so dass ich meine großen Besichtigungspläne strich, zumal nie sicher sein konnte, ob ich einen Taxifahrer finden würde, der genug Englisch sprechen bzw. lesen konnte um mich zurückzubringen. So bin ich durch die Gegend gestromert, hab mir keine T-Shirts andrehen lassen, sondern zwei Tempel und eine Festung angesehen und mich an diversen Garküchen, die dort als Handkarren durch die Gegend geschoben werden, satt gegessen. Das Essen wird, wie Ihr oben gesehen habt, in kleinen Tütchen verkauft und entspricht nicht immer ganz der europäischen Küche (die Heuschrecken waren aber trotzdem lecker).



Eine Episode will ich Euch nicht vorenthalten: gegenüber eines Tempels ausserhalb des Backpackers-Malle entdeckte ich einen Kaffeeshop. Da ich schon mindestens acht Stunden auf Entzug war, konnte ich nicht widerstehen. Der Espresso bestand zwar überwiegend aus Robusta-Bohnen, dafür kam ich schnell mit dem überraschend gut Englisch sprechenden Besitzer ins Gespräch.
Nachdem wir uns über Gott und die Welt, das Kaffeegeschäft, Thailand und beliebte Sportarten unterhalten hatten, fragte er mich wo genau ich her käme. Ich antwortete "Frankfurt.". "You know Ainacht Frankfurt?","You mean Eintracht Frankfurt?","Yes!". Tja, sogar im Fernen Osten kennt man den besten Verein Deutschlands. Wer ist eigentlich dieser Bayern München oder Schalke oder Borussia Dortmund?

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